Sehen und Gestalten


Gibt es eine Gebrauchsanweisung für gute Bilder?
Dies ist eine Frage, die nicht eindeutig mit ja oder nein zu beantworten ist, denn die Antwort liegt irgendwo dazwischen. Dazwischen, weil jedes Bild immer zwei Ebenen der Beurteilung hat – die Ebene Inhalt und die Ebene Aussage mit den Bereichen des rationalen Erkennens und des emotionalen Reagierens sowie die Ebene Qualität der Gestaltung mit den Bereichen Bildaufbau und Farbdesign. Bildinhalte werden von dem Betrachtenden nicht nach Qualität, sondern nach Informationsgehalt und dem Interesse an dieser Information gemessen. Grob eingeteilt in sehr interessanten, interessanten, weniger interessanten und uninteressanten Bildinhalt – immer aus der Sicht des jeweiligen Betrachtenden. Bildinhalte können zudem auch informativ, belehrend, dramatisch, belustigend, erschütternd, traurig usw. sein. Um zu interessanten Bildinhalten zu kommen, braucht es den Zufall oder kreative Ideen und pfiffige Konzepte, um diese zu finden und zu entwickeln. Hierfür gibt es weder Gebrauchsanweisungen noch Rezepte. Bemerkenswert ist, dass Bildinhalte selbst bei schlechter Technik und schlechter Gestaltung noch erkannt werden können. Eine gute Technik und eine gute Gestaltung hat somit primär die Aufgabe, den Erkennungsprozess zu erleichtern und zu unterstützen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden die gelernten Kriterien für gute Bilder in Technik und Gestaltung an, indem sie selbst fotografieren und die Ergebnisse in einer Kurzpräsentation zeigen. Die Fotos werden im Anschluss diskutiert und Korrekturen erarbeitet.

1. Theorieteil: Beamer-Vorträge zu den Themen Wahrnehmung, Bildaufbau, Farbkontraste, allgemeine Kontraste, Anwendung der künstlerischen Mittel u.a. Anschließend Aufgabenstellung
2. Praxisanteil: Besprechung / Korrektur der fotografischen Arbeiten der Teilnehmenden.
Zum Abschluss werden Arbeiten früherer Seminare gezeigt.

Zielgruppe

Anfänger und Fortgeschrittene

Technische Voraussetzungen

Diese Veranstaltung steigert bei den Teilnehmenden die Sensibilität im Bereich des Sehens und Entdeckens und gibt Anregungen für das Erarbeiten eigener Bilder sowie Rückmeldung zu der eigenen Arbeit.
Auch ohne Vorkenntnisse können mit einfachen und preiswerten Kameras gute Ergebnisse realisiert werden. Gleichzeit wächst das Vergnügen (oder der Ärger) bei der Betrachtung von Arbeiten anderen FotografInnen, von MalerInnen, BildhauerInnen und ArchitektInnen, aber auch des alltäglichen Umfeldes.

Termin

31.8. - 3.9.2017

» Agenda

Ort

Atelier Kurus in der Lutherstr.13, 69120 Heidelberg.

Preis

695,00 € inkl. MWSt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

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Harald Mante

Harald Mante, geboren 1936 in Berlin
1950 Lehre als Schildermaler in Wiesbaden
1957- Stipendium an der Werkkunstschule Wiesbaden,
1961 in der Klasse Malerei bei Vincent Weber
ab 1960 autodidaktisches Studium der Fotografie
Mitglied im Fotoclub Biebrich
1964 drei-monatige Fotoreise nach Irland
ab 1965 freischaffender Fotodesigner, Veröffentlichungen im
»Stern«,»Epoca«,»Bild der Zeit«,»twen«, Fotozeitschriften
1967 Lehrauftrag für Fotografie, Werkkunstschule Wiesbaden
1971 Berufung an die Gesamthochschule Wuppertal
1974 Berufung zum Professor an die Fachhochschule
Dortmund für freie und experimentelle Farbfotografie
1978 Gastprofessur an der University of Sascatchewan in
Saskatoon, Kanada
ab 1994 Dekan des FB-Design der Fachhochschule Dortmund
2001 Emeritierung
seit Lehraufträge/Seminare an der »Altenakademie Dortmund«,
2002 der »Europäischen Kunstakademie«, in Trier, in Zingst,
und in Heidelberg, Dpunkt.verlag
Harald Mante lebt in Schwerte

Veröffentlichungen
seit 1969 Lehrbücher über Bildgestaltung, Farbdesign und die
serielle Fotografie, mit Lizenzen in USA, Frankreich, England, Niederlande, Schweden, China, Taiwan und Ungarn.

Bildbände Toskana, Österreich, Kanada, Florenz, Irland (1981/87)

Monografien
»Kompositionen« (Verlag Photographie 1986),
»Photography Unplugged« (Dpunkt.verlag 2009)
www.harald-mante.de